Digital Recruiting – Was Unternehmen bieten müssen

Unternehmen, die Stellen im Online-Sektor besetzen müssen, haben es zurzeit nicht leicht. Gute Leute sind zwar zu finden – doch sie für das eigene Business zu gewinnen, ist nicht immer einfach. Die Optionen für Bewerber sind groß, der Markt ist wegen der boomenden Digitalisierung in fast allen Bereichen riesig.
Social-Media-Fachleute, Digital-Marketing-Manager, Web-Entwickler oder SEO-Experten müssen nachhaltig überzeugt werden, sollen sie auf Offerten positiv reagieren. Zwar scheint nicht jede Branche gleich stark vom Fachkräftemangel betroffen zu sein, doch der Trend ist klar: Mehr Internethandel, mehr Online-Kommunikation, mehr Marketing übers Netz brauchen mehr entsprechend ausgebildetes Personal. Wie bekommt man also die Zusage der Digital Natives im Reich von Google & Co.?!

Das Ende des Printzeitalters

Print ist noch nicht tot, aber die Zeit der Stellenanzeige in der Zeitung läuft langsam ab. Rund drei Viertel der Vertragsabschlüsse werden bereits über Internetkanäle angebahnt. Zu den bekannten Plattformen wie Karrierenetzwerken – Xing oder LinkedIn seien hier nur stellvertretend für die wachsende Zahl an Portalen genannt – gesellt sich die Online-Akquise über digitale Branchenmedien und Fachzeitschriften im Web. Unternehmen mit hohem Personalbedarf müssen sich etwas einfallen lassen, um kompetente Mitarbeiter anzulocken. Starre Arbeitszeiten und Karriere statt Privatleben sind out. Flexibles Arbeiten, hochaktuelle technische Ausstattung, Kinderbetreuung und Weiterbildung können Mittel sein, die Umworbenen für sich zu gewinnen. So bietet beispielsweise die Pro7Sat1-Gruppe ihren Angestellten moderne Technik, Fortbildungen, eine Kindertagesstätte und interne Wettbewerbe. Flexible Arbeitszeitmodelle und Sportprogramme runden das Angebot ab.

Kommunikationskultur im Wandel

Eigenverantwortung sollte grundsätzlich nicht mehr nur geduldet, sondern gefordert werden – von beiden Seiten. Verantwortung übernehmen dürfen und müssen ist heute unabdingbar, um erfolgreich in einer rasanten Umgebung Schritt halten zu können. Als passionierten Netzaktivisten im Auftrag der Firma sollte den Mitarbeitern übrigens grundsätzlich nicht nachgetragen werden, wenn sie während der Arbeitszeit in sozialen Netzwerken aktiv sind. Der permanente Austausch am PC oder beim Kaffee in der Büroküche sind wichtige Fixpunkte im Kommunikations-Kosmos. Von Seiten der Unternehmensführung werden regelmäßige Feedback-Runden erwartet, um Wert und Entwicklung der eigenen Leistung beurteilen zu können.

Klassische Tugenden weiterhin gefragt

Selbstverständlich sind bei den Bewerbern auch klassische Leistungen wie eine betriebliche Altersvorsorge oder Boni beliebt, die gerade in wirtschaftlich extrem dynamischen Zeiten Sicherheit vermitteln. Auch von Betriebsseite wird durchaus noch Altbewährtes geschätzt: Auslandsaufenthalte, Berufserfahrung und solides Know-how sind weiterhin deutliche Pluspunkte im Kampf um die beste Stelle. Und dass hohes Engagement Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Partnerschaft ist, ist zeitlos und auf beiden Seiten unumstritten.

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