Ich such mir einen Spezialisten

Oder: was Unternehmen tun können, um qualifiziertes Personal in knappen Märkten zu finden.

Klassische Wege, wie das Schalten von Anzeigen, versagen hier oftmals, weil die selten gewordene Spezies „Fachkraft“ diese erst einmal entdecken muss, weil sie überhaupt an einen Jobwechsel denkt. Und wer weiß schon, in welcher Region der mutmaßliche Experte sich aufhält, so dass die Anzeige überhaupt im richtigen Medium erscheint. Zielführender können Print- und/oder Online-Anzeigen in Fachmagazinen sein, zum Beispiel für einen IT-Spezialisten in der CT.

Neben dem detaillierten Anforderungsprofil und die Priorisierung der einzelnen Qualifizierungswünsche, sollte das Paket für den neuen Mitarbeiter geschnürt werden. Ein erstklassiges Gehalt ist für diese Kandidaten selbstverständlich, so dass hier weiter und kreativ gedacht werden muss. Da erfahrene Fachkräfte einige Jahre „auf dem Buckel“ haben, spielt unter Umständen das Thema Familie eine Rolle. Eine Erleichterung der Kinderbetreuung und gute Versorgungsmöglichkeiten am Standort könnten der richtige Köder sein. Zunehmend wird auch die Betreuung von Eltern ein Gebiet, auf dem sich Arbeitgeber von anderen unterscheiden können. Schon gibt es erste Überlegungen nicht nur Kindergärten, sondern auch Betreuungsmöglichkeiten für alte Menschen im Betrieb zu organisieren. Unterschätzt wird noch vielfach die positive Wirkung von durchdachten und finanziell attraktiv ausgestatteten Weiterbildungsmaßnahmen. Gerade in schnelllebigen Segmenten wie die IT ist die ständige Weiterbildung ein Muss, wofür viele Mitarbeiter in ihren Unternehmen kämpfen müssen. Gleiches gilt bei technischen und forschenden Berufen für die dortige Ausstattung und die Innovationsmöglichkeiten im Aufgabengebiet.

Nun müssen die potenziellen Bewerber nur noch gefunden werden. Je spezialisierter das Aufgabengebiet, desto weniger helfen Maßnahmen mit hohen Streuverlusten, wie das Schalten von Anzeigen. Die Kandidaten sollten direkt angesprochen werden. Dafür muss man wissen, wo diese zu finden sind, was sich ohne externe Berater meist nur schwer realisieren lässt. Der eigene Research in den einschlägigen sozialen Netzwerken führt aufgrund der Vielzahl von Angeboten bei den Top-Leuten heute schon nicht mehr zum Erfolg. Und welche Personalabteilung hat schon die Ressourcen, die Teilnehmer von Fachkongressen mühsam zu recherchieren oder potenzielle Mitarbeiter bei der Konkurrenz zu suchen. Die besten Leute findet man dann oftmals eher beim branchenfremden Unternehmen XY mit ähnlichen Aufgabenstellungen, an den man dann gar nicht gedacht hat.

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