Xing untersucht Wechselwilligkeit von Arbeitnehmern

Laut XING geben ca. 21 % der Mitglieder an „offen für Karrierechancen“ zu sein. Diese wechselwilligen Arbeitnehmer hat das Business Portal in einer Studie näher untersucht und einen direkten Zusammenhang zwischen Unternehmensgröße und Wechselwilligkeit herausgefunden: In Konzernen über 10.000 Mitarbeitern ist die Bereitschaft für einen Unternehmenswechsel geringer als in kleineren Firmen.

Am ehesten zieht es Arbeitnehmer aus den neuen Bundesländern in neuen Jobs (rund 30 %), dicht gefolgt von Recklinghausen, Augsburg und Osnabrück. Standortverbundener zeigen sich die Arbeitnehmer in Frankfurt (Main), Bonn, Darmstadt, Stuttgart und Düsseldorf – hier signalisieren jeweils weniger als 20 Prozent der Arbeitnehmer Interesse an einer neuen Karrierechance. Diese Erfahrung machen wir in unserem täglichen Job ebenfalls. Auch die Bereitschaft, in die neuen Bundesländer zu Wechseln, ist nach unserer Erfahrung eher als gering einzustufen.

Betrachtet man die Branchen, liegt das Gesundheitsweisen laut Xing-Analyse an der Spitze. Hier kann sich fast jeder dritte einen Firmenwechsel vorstellen. Ähnliche Probleme sehen sich Hotel-, Restaurant- und Gaststättengewerbe sowie der Handel gegenüber. Den niedrigsten Wechselwilligkeitswert – nur ca. 20% – zeigen Arbeitnehmer im Consulting, bei Finanzdienstleistungen und der IT- und Telekommunikationsbranche. Dieses Ergebnis können wir bestätigen, suchen wir doch vornehmlich genau in diesen Branchen nach Fach- und Führungskräften für unseren Kunden.

Hier noch die Ergebnisse im Überblick:

Die 5 Städte mit dem höchsten Anteil an Wechselwilligen

1.    Halle (Saale)
2.    Magdeburg
3.    Rostock
4.    Potsdam
5.    Leipzig

Die 5 Städte mit dem niedrigsten Anteil an Wechselwilligen

1.    Frankfurt (Main)
2.    Bonn
3.    Darmstadt
4.    Stuttgart
5.    Düsseldorf

Die 5 Branchen mit dem höchsten Anteil an Wechselwilligen

1.    Gesundheitswesen
2.    Hotel-, Restaurant- und Gaststättengewerbe
3.    Handel
4.    Technikbranche
5.    Industrieller Anlagenbau

Die 5 Branchen mit dem niedrigsten Anteil an Wechselwilligen

1.    Consulting
2.    Finanzdienstleistungen
3.    IT und Telekommunikation
4.    Medienbranche
5.    Medizinische Berufe

Da ist Musik drin – Personalmarketing mit Online-Videos

Bayer macht es, Edeka macht es und auch BMW ist dabei: Musikvideos von den eigenen Mitarbeitern. Das Ziel ist die Stärkung der Arbeitgeber-Marke (auch Employer Branding genannt). Vor allem jungen Bewerbern soll so das Unternehmen näher gebracht und als Arbeitgeber sympathisch erscheinen. Die Meinungen im Netz sind sehr unterschiedlich und so mancher hat schon einige Internet-Häme einstecken müssen. Differenzierter fanden wir den Beitrag im saatkorn-Blog, der Beispiele kommentiert und eine Lanze bricht, für die Musik-Produzenten unter den Arbeitgebern.

Wir finden, dass zu einer professionellen Ansprache von Kandidaten ein Musikvideo vor allem die ganz jungen Kandidaten gut erreichen kann, um eine emotionale Ansprache zu erzielen. Es bleibt jedoch auch hier, wie in allen Bereichen der Markenführung, zu überlegen, was passt zum Image, welche Zielgruppen erreiche ich, welche verprelle ich ggf. und wer kann sich gar nicht mehr mit dem Unternehmen identifizieren.

Wechseln oder bleiben? Welche Motivation steckt dahinter

Jüngste Studien zeigen, dass Menschen, die in bestehenden Jobs sind, am ehesten bereit sind, sich zu verändern. Jeder vierte Deutsche soll hier von einem neuen Job träumen. Die häufigste Motivation, um zu wechseln, ist die Aussicht auf mehr Gehalt. Zunehmend stellen wir aber fest, dass fehlende Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu einer aktiven Neuausrichtung von Arbeitnehmern führen. Dies bestätigt auch die Umfrage der HHL Executive in Leipzig.  Diese kommt zu folgenden Kernaussagen:

Eine erhöhte Wechselbereitschaft haben Frauen, junge Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren, Akademiker und im bundesdeutschen Vergleich Mitarbeiter aus Sachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und dem Saarland. Die akute Wechselbereitschaft lässt sich signifikant senken durch regelmäßig angebotene Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen sowie klar vereinbarte Weiterentwicklungsperspektiven, die dann bei Eignung und entsprechender Performance auch eingehalten werden. Unter anderem dadurch erreicht ein Unternehmen eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und minimiert damit die Wechselbereitschaft. Zur ganzen Studie geht es hier.

Aus unserer Praxis können wir dies bestätigen. Es sind oftmals genau die oben genannten Punkte, die uns neben Orts-, Branchenwechsel o.ä. als Gründe für die Jobsuche genannt werden.

Die top 30 Karrierewebsites auf saatkorn

Interessantes Ranking zum Thema Karrierewebsites von Unternehmen. saatkorn hat im Blog ein Exklusivinterview mit dem CEO von Potentialpark geführt und erste Ergebnisse veröffentlicht. Neu in dem Ranking ist die Bewertung der Online-Kommunikation insgesamt von Unternehmen. Hier belegt Fresenius Platz 1, gefolgt von der Allianz und Otto. Auch beim Ranking der Karrierewebsites wurde Fresenius Spitzenreiter, gefolgt von ThyssenKrupp und der Deutschen Post DHL. Das ganze Interview gibt es hier.

Büroflächen und neue Mitarbeiter

In der neuesten Ausgabe von inpuncto, der Kundenzeitschrift aus dem Hause Angermann, wurde ich zu den Zusammenhängen zwischen dem Kampf um Talente und dem Einfluß der Qualität und Ausstattungsmerkmalen von Büroflächen befragt. Das Ergebnis können Sie in dem Interview lesen, das als PDF-Datei zum Download bereit steht: Interview im Angermann-Inpuncto 10-2011. Die Einladung zu dem Gespräch hat mich gefreut, da die Makler das Thema Employer Branding gewinnbringend für sich und die Unternehmen entdeckt haben. Viel Spaß beim Lesen.

Wer in der PR-Branche Geld verdienen will, muss sicher auftreten.

Das ergab die aktuelle Blitzumfrage „Aus- und Weiterbildung in der PR“ der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. Knapp 1.500 Branchenkenner haben im Juni Auskunft gegeben.

Die Branche ist sich einig: Wer in der PR überdurchschnittlich viel Geld verdienen will, der muss etwas dafür tun. Die Mehrheit der Befragten sieht die Gründe für eine überdurchschnittliche Bezahlung in Kompetenzen wie „sicheres Auftreten“ (37 Prozent), „umfangreiches Networking“ (35 Prozent) und das Formulieren „durchdachter Konzeptionen“ (32 Prozent).

Und dennoch: die Branche stöhnt. Laut Umfrage haben 61 Prozent aller Agenturinhaber, Pressesprecher und PR-Profis schon mal bereut, in der Branche zu arbeiten. Hauptgründe für die Unzufriedenheit sind laut Untersuchung „zu viel Stress“ (37 Prozent), eine „schlechte Bezahlung“ (34 Prozent) und „zu viele Überstunden“ (33 Prozent). Mit etwas Abstand folgen dann Argumente wie „keine Anerkennung durch die Vorgesetzten“ (23 Prozent), „keine Aufstiegschancen“ (17 Prozent) oder auch „keine gesellschaftliche Anerkennung“ (13 Prozent).

Bereits heute ist bei unserer täglichen Arbeit spürbar, dass die PR- und Agenturbranche große Schwierigkeiten hat, neue Leute zu finden. War es früher hipp, in einer solchen Branche zu arbeiten, wird es heute eher als Job mit schlechter Bezahlung und zu vielen Überstunden bewertet. Die Agenturen haben hier noch Arbeit vor sich, um das Image wieder zu verbessern. Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen gibt es hier.

Bin ich ein attraktiver Arbeitgeber?

Dieser Frage müssen sich in Zeiten von Fach- und Führungskräftemangel immer mehr Unternehmen stellen. Um eine erste Analyse des eigenen Images als Arbeitgeber zu erstellen, muss nicht immer gleich zum Unternehmensberater gegriffen werden. Einige einfache Fragestellungen führen schon zu einer ersten Einschätzung. Voraussetzung dafür sind allerdings einige Statistiken, die im Unternehmen erfasst werden müssen. Ist ein solches Instrumentarium bisher nicht vorhanden, sollte dies eingeführt werden. Auch hier gilt: es muss nicht immer eine eigene Personalprozess-Software sein, Excel tut es in vielen Fällen auch. » weiterlesen „Bin ich ein attraktiver Arbeitgeber?“

HOCHTIEF ist zum dritten Mal der Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft

Die Studenten der Immobilienwirtschaft haben ihre Wahl getroffen und HOCHTIEF auch in diesem Jahr wieder zum Top-Arbeitgeber der Branche gekürt. An der Umfrage hatten sich insgesamt 615 Studierende beteiligt. Sie durften drei Wunscharbeitgeber, nach Präferenz sortiert, angeben. Außerdem wurden sie gefragt, warum genau dieses Unternehmen der beste Arbeitgeber sei. Zwei Kriterien stechen da bei HOCHTIEF eindeutig hervor: Die guten Karriereperspektiven und die interessanten Tätigkeitsfelder. Jeweils etwa die Hälfte aller Wähler nannte diese beiden Eigenschaften als Begründung. Wir sagen herzlichen Glückwunscht!

Fachkräftemangel macht Employer Branding zu einem Muss – gerade für den Mittelstand

Der lang diskutierte Fach- und Führungskräftemangel ist kein statistisches Gespenst mehr, sondern spätestens durch den starken Aufschwung deutlich zu spüren. Auch die Zahl unserer Beratungsmandate hat sich seit Anfang 2010 deutlich erhöht.

Laut Mittelstandsbarometer 2011 von Ernst & Young beklagen 73 % der befragten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Besetzung neuer Stellen. Und 64 % der Firmen erwarten, dass es in den nächsten drei Jahren noch schwieriger werden wird. Die Kombination aus Aufschwung und sinkendem Fachkräfte-Pool führt zu dieser Einschätzung. » weiterlesen „Fachkräftemangel macht Employer Branding zu einem Muss – gerade für den Mittelstand“