Die „Schutzimpfung gegen Abwanderung“

Der aktuelle Gallup Engagement Index spricht eine deutliche Sprache. Die emotionale Bindung von Arbeitnehmern ist ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor für die Unternehmen – und bietet dadurch enorme Möglichkeiten.

Unzufriedene Mitarbeiter sind teuer

Die Zahlen sind eindeutig: 17% der deutschen Angestellten haben bereits innerlich gekündigt, nur 16% fühlen sich demgegenüber ihrem Arbeitgeber stark verbunden. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift. Was sich auf den ersten Blick unspektakulär liest, wird beeindruckender, wenn konkrete Zahlen genannt werden. Auf über 100 Milliarden Euro jährlich wird der volkswirtschaftliche Schaden geschätzt. Die schleichenden Verluste setzen sich aus vielfältigen Faktoren zusammen. Von höheren Fehlzeiten über mangelnde Initiative und lustlosem Auftreten Kunden gegenüber bis zur Kündigung und den folgenden Kosten für Neuausschreibungen und Einarbeitung kann der Schaden reichen.

Firmen, deren Geschäft auf Beratung, Service und Dienstleistungen basiert, sind besonders auf zufriedene Mitarbeiter angewiesen. Immerhin 70% aller Beschäftigten haben einen Arbeitsplatz mit direktem Kundenkontakt, davon 90% mehrmals pro Woche. Für 72% dieser Arbeitnehmer mit hoher emotionaler Bindung – aber nur für 37% der Arbeitnehmer ohne emotionale Bindung – bestimmt die Erfüllung von Kundenwünschen  das tägliche Handeln. Ganze 86% der emotional höher gebundenen Arbeitnehmer würden die Produkte oder Dienstleistungen ihres Unternehmens Freunden und Familienangehörigen empfehlen, nur 14% derjenigen ohne emotionale Bindung täten dies auch.

Vorgesetzte stehen in der Verantwortung

Doch was macht den Arbeitnehmern zu schaffen und welche Maßnahmen können konkret helfen?

Laut der Gallup-Studie stiegen fast alle Arbeitnehmer zwar hoch motiviert in einen neuen Job ein, würden dann aber nach und nach desillusioniert und verabschiedeten sich schließlich emotional aus der Firma. Die Hauptrolle spielten dabei in der Regel die direkten Vorgesetzten. Doch eine Trendwende ist erkennbar, Führungskräfte binden ihre Mitarbeiter zunehmend in Entscheidungsprozesse mit ein. Damit geben sie ihnen das Gefühl, direkt am Erfolg des Unternehmens beteiligt zu sein. Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup: „Unsere aktuellen Daten deuten darauf hin, dass sich das Führungsverhalten und damit auch die Qualität des Arbeitsumfeldes verbessert haben. Die Arbeitnehmer fühlen sich mehr als Teil eines größeren Ganzen.“

Emotionale Mitarbeiterbindung als Chance

Die Unternehmen haben das Potenzial also längst erkannt und tatsächlich stellen sich erste belegbare Erfolge ein, seit die Entscheider die Ansprüche der Generation Y ernst nehmen. Laut Nink entwickeln sich die Zahlen positiv: „Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und des demographischen Wandels scheint sich in vielen Unternehmen die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass die Qualität der Führung und die Unternehmenskultur entscheidend sind, um die Mitarbeiter zu binden.“ Der Anteil der „inneren“ Kündigungen konnte 2013 im Vergleich zum Vorjahr von 24% auf 17% reduziert werden.

Wellbeing als Basis neuen Mitarbeiter-Selbstbewusstseins. Große Unternehmen leisten sich bereits Feelgood-Manager, die nicht nur für ein besseres Feedback zur geleisteten Arbeit zuständig sind. Sie organisieren abseits des Arbeitsalltags gemeinsame Veranstaltungen wie Konzertbesuche oder Kochabende, um die emotionale Verbindung von Unternehmen und Mitarbeitern zu vertiefen.

Urlaub nach Team-Besprechung

Ein konkretes Beispiel, wie man Wünsche von Mitarbeitern schnell und kostengünstig verwirklichen kann, liefert das Startup Jimdo aus Hamburg. Bei dem Anbieter von Webseiten-Baukästen werden Urlaubstage nicht vom Chef genehmigt, sondern direkt mit dem jeweiligen Team abgesprochen. Ebenso verhält es sich mit Arbeitszeiten und dem Home-Office.

Ein Modell, das nicht auf jede Unternehmensstruktur anwendbar ist, aber aufzeigt, wie unkompliziert die Wege zu etwas mehr emotionaler Bindung an den Arbeitgeber sein kann. Manchmal ist die „Schutzimpfung gegen Abwanderung“ (Nink) gar nicht so schwer.

Home Office – der Mix macht es!

Bei unseren Gesprächen mit Auftraggebern und Bewerbern stellen wir eine Zunahme des Home Office Wunsches fest. Zum einen, weil dadurch qualifizierte Mitarbeiter mit einem z.B. hohen Reiseanteil nicht zum Umzug bewegt werden müssen, aber auch zum anderen, um z.B. Kosten zu sparen oder auch Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, wenn strategische Denksportaufgaben durch Ablenkungen im Büro nicht gewährleistet sind.

Wir haben diesen passenden Artikel dazu gefunden.

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2013-09/home-office-mobiles-arbeiten

Gesucht: Das Gesicht in der Menge

Einen Job zu finden, ist nicht immer leicht. Den Traumjob zu finden, erscheint oft unmöglich. Und es wird richtig kompliziert, wenn man sich bewusst macht, dass die Ansprechpartner oft dutzende oder gar hunderte Bewerbungen zu sichten haben. Die besondere Herausforderung: Fallen sie auf!

Machen sie den ersten Schritt
Melden sie sich bei ihrem Wunschunternehmen, bevor die große Bewerbungswelle anrollt. Rufen sie den entsprechenden Ansprechpartner an oder schreiben sie eine kurze Mail. Sie haben nichts zu verlieren. So bekommt ihre folgende Bewerbung einen Wiedererkennungswert, vielleicht klingelt es beim Empfänger, wenn er ihren Namen liest. Achten sie auf das richtige Timing: Niemand möchte von einem Bewerber Freitagnachmittag auf dem Weg ins Wochenende ausgebremst werden.

Erfolgreich ist, wer schnell ist
Zeigen sie Einsatz und Aufmerksamkeit, indem sie schneller als die anderen sind. Die Stellenanzeige ist wie für sie gemacht? Zögern sie nicht! Ihre sorgfältige Bewerbung sollte als eine der ersten auf dem Tisch liegen. Ihre gut vorbereiteten Unterlagen ergänzen sie um die individuellen Merkmale des potenziellen neuen Arbeitgebers und ab geht die Post. Am Anfang sind die Eindrücke noch frisch. Hat ihr Ansprechpartner erst einmal 200 Bewerbungen gelesen, gehen sie in der Masse unter.

Nachhaken statt abwarten
Seien sie hartnäckig. Selten bekommt man die entscheidenden Personen direkt ans Telefon, nicht immer wird die erste Mail beantwortet. Es ist durchaus erlaubt, nachzufragen. Wichtig: Es ist ein schmaler Grad zwischen Interesse zeigen und auf die Nerven gehen. Es variiert je nach Branche, aber eine gute Woche sollten sie ihrem Gegenüber zur Antwort schon Zeit geben.

Machen sie ihre Hausaufgaben
Die alte Weisheit, dass sie nur einmal einen ersten Eindruck machen können, ist ebenso bekannt wie wahr. Und der erste Eindruck ist ihre Visitenkarte. Namen, Titel und Position ihres Ansprechpartners müssen immer 100 Prozent korrekt sein.

Die maßgeschneiderte Bewerbung
Die maßgeschneiderte Bewerbung ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Jobsuche. Machen sie sich schlau: Über das Unternehmen, über den für sie interessanten Geschäftsbereich und über die direkten Ansprechpartner. Oberflächliche Massenbewerbungen führen nicht zum Ziel und zeigen kein großes Interesse am Unternehmen. Bieten sie Qualität statt „copy & paste“.

Zeigen sie Charakter
Gehen sie davon aus, dass der angesprochene Personalreferent alles schon einmal gelesen hat. Seien sie das Gesicht in der Menge! Profil und Individualität geben den Ausschlag, die fachliche Qualität stimmt bei vielen Mitbewerbern auch. Zeigen sie, was sie als Mensch besonders macht. Das können z. B. Auslandserfahrungen, ausgefallene Hobbys oder ehrenamtliches Engagement sein. „In meiner Freizeit schaue ich gerne Filme.“ Vergessen sie´s!

Setzen sie Prioritäten
Zeit ist Geld, auch für ihren Ansprechpartner. Fassen sie sich kurz. Machen sie eine Rangliste, was für ihre Bewerbung am wichtigsten ist. Geben sie einen schnellen Überblick über ihre Berufserfahrung. Betonen sie, wo sie Verantwortung übernommen haben, vermitteln sie fachliche Kompetenz.

Erfolgreich beraten heißt gemeinsam gewinnen!

Niemand verliert gerne. Doch während sportliche Niederlagen nur kurz schmerzen, ist der  zweite Platz im Berufsleben ein langfristiger Schaden: Die verpasste Chance auf den Traumjob kommt so schnell nicht wieder. Ob Einstieg ins Business oder nächster Schritt auf der Karriereleiter, die gewünschten Positionen sind heute umkämpfter denn je. Sich auf dem Markt gegen qualifizierte Bewerber durchzusetzen erfordert mehr als fachliche Kompetenz. Nuancen geben den Ausschlag. Die perfekte Präsentation der eigenen Person entscheidet, wer am Ende auf der Bewerberliste ganz oben steht.

Executive Search setzt genau hier an: Ein klares Feedback erfahrener Berater ist die Basis unseres erfolgreichen Bewerbercoachings. Gemeinsam werden persönliche Stärken herausgearbeitet und neben beruflicher Qualifikation und Erfahrung die Soft Skills für das entsprechende Stellenprofil geschärft. Für den entscheidenden Vorsprung auf der Zielgeraden zum Traumjob.

Der beste Personalberater ist der, der bei der Personalsuche für beide Seiten ein perfektes Arrangement bietet. Denn nur ein harmonisches Doppel bildet ein erfolgreiches Team. Unternehmensprofile weiterentwickeln und als Multiplikator an den richtigen Stellen wirken, dafür arbeitet sich der Berater gezielt in die individuellen Bedürfnisse seines Auftraggebers ein. Am Anfang steht ein ausführliches Briefing, die detaillierte Analyse des Positionsumfeldes und die genaue Kenntnis der vorhandenen Personalstruktur. Ein Aufwand, der sich lohnt und den entscheidenden Vorsprung sichert.

Neue Kunden für HeadQuest

Im Zuge unserer Expansion konnten wir zwei neue Kunden gewinnen: Ein mittelständisches, international tätiges Industrie-Unternehmen aus der Mitte Deutschlands mit über 500 Mitarbeitern. Und ein Unternehmen aus der Kunststoffindustrie mit Sitz in Hamburg und weltweit über 900 Mitarbeitern. Beide Aufträge erweitern unsere Branchenexpertise und setzen den Schwerpunkt im Bereich der technischen Fach- und Führungskräfte.