Urlaub? Urlaub!

Es ist irgendwie beruhigend. Auch ein Weltmeister braucht mal Pause! Dr. Wladimir Klitschko hat in seinem Beitrag für das Portal LinkedIn die Bedeutung des Urlaubs und der Regeneration hervorgehoben. Die vereinfachte Zusammenfassung könnte lauten: Ohne Pausen keine Leistung.

Auch, wenn der Sommer in Deutschland gefühlt kaum noch lange Hitzeperioden mit sich bringt, scheint er das Land wirtschaftlich zu lähmen. Rund zehn Wochen Schulferien scheinen die Geschäfte in der der Republik zu behindern: Irgendwo ist immer frei und vermeintlich wichtige Ansprechpartner sind nicht erreichbar. Klitschko rät zur Entspannung: „Als hochproduktive Volkswirtschaft können wir es uns leisten, in der Mitte des Jahres mal einen Gang runterzuschalten.“ Tatsächlich sind die Deutschen knapp hinter den Rumänen das Volk mit der höchsten Wochenarbeitszeit in Europa und damit äußerst produktiv. Sie sollten sich damit ihre Phasen der Erholung verdient haben. Regelmäßige Auszeiten sind dafür das einzige probate Mittel.

Ferien: Frei-Zeit ohne wenn und aber.

Natürlich setzt eine Ruhephase nur neue Kräfte frei, wenn nach dem Urlaub nicht durch Liegengebliebenes sämtliche Ressourcen gleich wieder im Eiltempo verbraucht werden. Eine weit reichende Planung vor der Freizeit sollte diesem bekannten Phänomen möglichst vorbeugen. Das ist manchmal schwer, aber nie unmöglich. Niemand ist unersetzlich, klare Absprachen und die frühzeitige Delegation anstehender Aufgaben bauen dem Nach-Urlaub-Schock sicher vor. Wenn ein Mitarbeiter erkrankt, kommen auch nicht sämtliche Firmenprozesse zum erliegen!

Immer mehr Großunternehmen versuchen mittlerweile ihrem Personal in den Ferien den Rücken freizuhalten. Rund die Hälfte aller Manager erleidet während ihrer Karriere einen Burnout. Die Deutsche Telekom verpflichtete beispielsweise leitende Angestellte dazu, ihren Mitarbeitern im Urlaub wie am Wochenende keine Mails zu senden. Die Kehrseite der permanenten Erreichbarkeit soll so bekämpft werden. Weit weg sein und doch mitten im stressigen Alltag – So kommt niemand zur Ruhe.

In der Welt der Start-ups gehören teambildende Maßnahmen wie das Bier nach Feierabend oder gemeinsame Veranstaltungen zur Unternehmenskultur. Und wer regelmäßig gemeinsam Zeit außerhalb des Büros miteinander verbringt, hält einem im Urlaub sicher gerne den Rücken frei. Um anschließend wieder gemeinsam mit frischen Ideen am Start zu sein.

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