Verantwortungsbewusste Mitarbeiterführung

Auch, wenn heute die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf immer höher bewertet wird, wünscht sich jeder Arbeitnehmer beruflichen Erfolg. Erreicht man angestrebte Ziele, wirkt sich das nicht nur auf das Gehalt aus, oft mündet die Karriere irgendwann in einer Führungsposition mit Personalverantwortung. „Führung“ und „Verantwortung“ sollten dann auch zu zentralen Leitmotiven des eigenen Schaffens werden, was nicht immer einfach ist. Doch daran kann man arbeiten. Wenn Sie typische Fehler vermeiden, sind Sie auf einem guten Weg.

Aktiv handeln, Entscheidungen vertreten

Treffen Sie Entscheidungen auch, wenn sie scheinbar unangenehm sind. In der Regel wird es nicht besser, wenn klare Ansagen vermieden werden. Eher das Gegenteil ist der Fall. Gehen Sie voran, das ist jetzt Teil Ihres Jobs! Versuchen Sie, alle benötigten Informationen zu erhalten und entscheiden Sie selbst dann, wenn diese nicht vollständig sind. Mitarbeiter verstehen eher, dass später nachgebessert werden muss, als wenn Prozesse durch Zaudern zum Erliegen kommen. Sollten die gewünschten Effekte nicht eintreten oder negative Begleiterscheinungen auftreten, stehen Sie dazu. Vertreten Sie die Anweisungen, die sie nach Beurteilung der Sachlage vorgenommen hatten auch im Nachhinein und wälzen die Verantwortung nicht auf andere ab. Ein Team, für das der Chef eintritt und dem er auch in unruhigen Zeiten den Rücken stärkt, steht zu ihm und wird voll motiviert bei der Sache sein.

Delegieren und vertrauen

Führung ist Arbeit und diese Arbeit braucht Zeit. Es ist also völlig logisch, dass Sie weniger als früher am operativen Geschehen mitwirken können. Reißen Sie nicht zu viel an sich! Verteilen Sie, delegieren Sie, schaffen Sie klare Strukturen für Zuständigkeiten. Vertrauen Sie ihrem Personal und widerstehen Sie dem Drang zur permanenten Kontrolle. Überwachung schafft Unsicherheit und Unsicherheit hemmt die Produktivität. Zudem leidet die Zufriedenheit und damit die Motivation, sich weiterhin mit voller Kraft für das Unternehmen einzusetzen: Wer macht bei Bedarf schon gerne Überstunden für „Big Brother“?! Um den Überblick zu behalten, sind regelmäßige Treffen der entsprechenden Gruppen sinnvoll und dienen auch der Kommunikation zwischen verschiedenen Fachbereichen, die im Alltag evtl. seltener miteinander zu tun haben.

Faires Miteinander, Fortschritt durch Förderung

Personalverantwortung ist auch soziale Verantwortung. Ein fairer Umgang mit allen Mitarbeitern sollte selbstverständlich sein, leistungsunabhängige Bevorzugungen sollte es nicht geben. Wertschätzung funktioniert nicht nur von unten nach oben, gerade leitende Positionen sind auf ein gutes Team angewiesen. Sachliche Kritik ist notwendig und erlaubt, aber Fehler dürfen nicht zu Repressalien führen. Zuhören ist eine zentrale Tugend und bedeutende Aufgabe eines Chefs: Wer die Probleme des Einzelnen nicht kennt, kann niemals rechtzeitig Probleme für die ganze Firma vermeiden. Lob ist wertvoll, vermittelt Wertschätzung und erhöht die Zufriedenheit im gesamten Betrieb. Erkennen Sie besondere Potenziale, schaffen Sie Möglichkeiten zu deren Entfaltung durch entsprechende Fortbildungen. Wichtig: Stärken Sie den Teamgeist, indem Sie deutlich zeigen, dass sie die Bodenhaftung nicht verloren haben. Fern jeder teambildenden Extra-Maßnahme sind der entsprechende Ton im täglichen Miteinander und das Interesse am Tagesgeschehen die Basis guter Zusammenarbeit.

Oben ist nicht genug

Wer eine gewisse Stufe der Karriereleiter erklommen hat, neigt dazu, seine eigene Entwicklung aus den Augen zu verlieren. Auch, wenn vielleicht keine höhere Position im Unternehmen für Sie offen steht, müssen Sie weiter an sich arbeiten. Eine Entwicklung ist nie abgeschlossen, neue Herausforderungen brauchen neue Fähigkeiten. Bilden Sie sich neben den fachlichen Kompetenzen des Kerngeschäftes als Führungskraft – auch durch z.B. Coachings weiter. Das erleichtert Ihnen und ihren Mitarbeitern nicht nur den Job, es macht auch persönlich zufrieden. Und das erleichtert für alle die Balance von Privatleben und Beruf.

 

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