Bewerbungen: Fehler vermeiden, Chancen erhöhen

Bewerbungen: Fehler vermeiden, Chancen erhöhen

Eine gute Bewerbung ist sprichwörtlich Formsache. Leider scheitern viele Jobsuchende trotz durchaus geeigneter Qualifikation bereits an der ersten Hürde: Ihre Bewerbung entspricht nicht den allgemeinen Anforderungen und landet noch vor einer inhaltlichen Prüfung im Wäschekorb mit den Absagen.

Natürlich legt jeder Personalchef seinen Fokus auf andere Dinge. Ebenso sicher ist aber auch, dass die Chance auf ein Vorstellungsgespräch gleich null ist, wenn beim Erstkontakt nicht einmal die Mindeststandards eingehalten werden.

Eine Bewerbung braucht Format

Online-Bewerbungen oder digitale Anlagen zur schriftlichen Einreichung sollten grundsätzlich als PDF formatiert sein. Vermeiden Sie andere Formate. So stellen Sie sicher, dass das Dokument geöffnet werden kann. Alle Unterlagen müssen nachvollziehbar und übersichtlich strukturiert sein und in einer Datei zusammengefasst werden. Anlagen mit verschiedenen Formaten kosten den Empfänger Zeit – und davon hat er nie genug.  Verschiedene oder exotische Schriftarten verbieten sich von selbst. Außerdem ist aus Komfortgründen eine gewisse Dateigröße einzuhalten, 5MB gelten als gutes Maß.

Lesen Sie ihre fertigen Anlagen sowohl am Bildschirm und drucken Sie alles einmal komplett aus. So werden Darstellungsfehler vermieden.

Ihre E-Mailadresse sollte ihrem seriösen Auftritt entsprechen. Ideal ist ihr Name, also „ed.re1506403069divor1506403069p@nna1506403069mrets1506403069um.xa1506403069m1506403069“. Jugendsünden wie „ed.re1506403069divor1506403069p@3211506403069lekcu1506403069nhcs1506403069“ sind ein absoutes No-Go.

Wie in der Schule: Ohne korrekte Rechtschreibung geht nichts

Fehlerfreie Orthografie, korrekte Grammatik und eine dem Anlass entsprechende Ausdrucksweise sind Grundvoraussetzungen einer Erfolg versprechenden Bewerbung. Wenn bereits im Anschreiben oder Lebenslauf offensichtliche Fehler auftauchen, scheint es mit der Sorgfalt des Gegenübers nicht weit her zu sein. Nehmen Sie sich Zeit und gegebenenfalls Hilfe in Anspruch. Als Schreiber eines Textes übersieht man Flüchtigkeitsfehler eher. Legen Sie Ihre Unterlagen jemandem zur Korrektur vor. Es stimmt einfach: Vier Augen sehen mehr als zwei.

Persönlichen Kontakt herstellen

Es ist natürlich schwierig, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Trotzdem können Sie versuchen, sich von der Masse der Bewerbungen abzuheben. Hier gibt es zwischen den Branchen enorme Unterschiede, welchen Weg man dafür wählen könnte. In einer Werbeagentur kann man mit Extravaganz glänzen – bei der Privatbank eher nicht.

Immer gilt: Ihr Anschreiben sollte auf die gewünschte Stelle genau zugeschnitten sein. Wenn er nicht bekannt ist, recherchieren Sie den Ansprechpartner und nennen Sie ihn beim Namen. Zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Unternehmen vertraut gemacht haben und heben Sie hervor, warum ausgerechnet Sie gut dazu passen.

Profi-Shooting statt selber knipsen

Ja, selbst Mobiltelefone machen heute gute Fotos. Trotzdem ist ein selbstgemachtes Bewerbungsfoto keine gute Idee. Grundsätzlich erkennt der Recruiter schnell, ob ein Bild aus professioneller Hand stammt. Wer keinen Profi aufsucht und nicht die passende Garderobe anlegt, spart am falschen Ende. Rücken Sie sich in ein gutes Licht: Beim Fotografen!

Nicht verzagen

Wenn alle Sorgfalt nicht geholfen hat und eine Absage auf dem Tisch liegt, gilt es, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Lassen Sie sich nicht entmutigen! Es kann nun einmal nur einer von vielen der Gewinner im Rennen um den neuen Arbeitsplatz sein. Sollte Ihnen bekannt sein, warum Sie nicht erfolgreich waren, nutzen Sie diese Erkenntnis für die nächste Bewerbung. Nehmen Sie ruhig noch einmal Kontakt auf und bedanken sich kurz für die Ihnen gegebene Chance. So lassen sie sich die Möglichkeit einer Anstellung zu späterer Zeit offen.

 

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