Tierisch viele Vorteile: Bürohunde verbessern Arbeitsklima und Produktivität

Tierisch viele Vorteile: Bürohunde verbessern Arbeitsklima und Produktivität

Tierisch viele Vorteile: Bürohunde verbessern Arbeitsklima und Produktivität

Das Thema Bürohund polarisiert längst nicht mehr wie früher: Kollege Vierbeiner ist zum messbaren Qualitätsfaktor geworden.

„Na gut, dann bringen Sie ihn eben mit…“ Einige Menschen sehen den Hund im Büro noch ausschließlich als Zugeständnis an verdiente Mitarbeiter, die Hundebesitzer sind. Oder zähneknirschend als Lockvogel beim Recruiting – je nachdem.

Dabei sind die positiven Auswirkungen des vierbeinigen Mitarbeiters auf sein Umfeld längst wissenschaftlich belegt. Er wirkt sich nicht nur positiv auf die seelische Gesundheit der Mitarbeiter aus, sondern wird auch als Chance der Ertragssteigerung für Unternehmen erkannt. Der Bürohund kann also durchaus als Investment betrachtet werden, das sich für alle Beteiligten auszahlt.

Stress geht runter, Motivation geht rauf

Eine umfassende amerikanische Studie zum Thema lässt sich auf deutsche Verhältnisse übertragen. (Prof. Randolph T. Barker, Virginia Commonwealth University 2012). Dieser wissenschaftliche Versuch mit 75 Teilnehmern belegt detailliert, wie sich der anwesende Hund im Laufe eines Arbeitstages auf seinen Halter auswirkt.

Untersucht und verglichen wurde dabei in drei Gruppen. Hundebesitzer mit oder ohne Hund am Arbeitsplatz sowie Mitarbeiter ganz ohne Hund. Mehrmals am Tag wurde bei ihnen der Stresspegel gemessen. Hielten sich diese Werte zu Arbeitsbeginn zunächst noch bei allen die Waage, ließen sich im Laufe des Tages signifikante Unterschiede feststellen. Maßeinheit dabei ist das Hormon Kortisol.

Kortisol steuert das Stressempfinden des Menschen: Bei den Studienteilnehmern ganz ohne Hund und denen ohne ihren Vierbeiner am Arbeitsplatz stieg der Pegel dieses Hormons im Laufe des Tages schnell in vergleichbare Höhen an. Die Hundebesitzer mit Hund vor Ort verdauten ihre steigende berufliche Anspannung dagegen messbar gelassener.

Ursache dafür ist im Wesentlichen ein einfacher biochemischer Prozess im Körper. Das bereits erwähnte Kortisol hat nämlich einen hormonellen Gegenspieler, das Oxytocin. Es ist insbesondere auch für die extrastarke Bindung zwischen Müttern und ihren neugeborenen Kindern verantwortlich. Was mit den generellen Eigenschaften dieses Hormons zusammenhängt.

Oxytocin regt zu sozialen Kontakten an, senkt den Blutdruck, entschleunigt die Herzfrequenz und – hier schließt sich der Kreis – hilft entscheidend dabei, das Stresshormon Kortisol wieder abzubauen.

Bei regelmäßigen Streicheleinheiten und Kontakten im Büro schütten nun sowohl Mensch wie Hund jedes Mal jede Menge Oxytocin aus. Kein Wunder also, dass es nicht nur Frauchen und Herrchen, sondern auch dem Tier im Büro viel besser geht als bei unfreiwilliger Trennung.

Mehr Loyalität, Produktivität und Teamgeist

Wie die Studie unterstreicht: Hundehalter, die ihren Hund mit zur Arbeit bringen dürfen, sind einfach stressresistenter. Und auch deshalb unter dem Strich zufriedener mit ihrem Job als der Durchschnitt.

Sie werden von ihren Kollegen häufiger angesprochen, leiden seltener unter Burnout und verbuchen tatsächlich auch weniger Fehltage. Die notwendigen Gassi-Gänge sorgen zudem für regelmäßige Pausen und Bewegung an der frischen Luft, was schwindende Konzentrationsfähigkeit in kürzester Zeit wieder aufbaut.

Ein günstiger Nasenfaktor für Unternehmen

Im Employer Branding ist der Bürohund deshalb ein einfach umzusetzender, aber umso wirkungsvollerer Benefit für Mitarbeiter. Wer sich als hundefreundliche „Dog Company“ versteht und positioniert, nutzt die Dynamik dieses emotionalen Aspektes unter vielerlei Gesichtspunkten.

Verbesserte Mitarbeitermotivation, effektive Produktivitätssteigerung und ein nicht zu unterschätzendes Imageplus gehören dazu. Speziell im Recruiting kann „pro oder kontra Bürohund“ zudem ein Aspekt sein, der zum idealen Matching von Kandidat und Unternehmen entscheidend beiträgt.

Damit zählt auch das Thema Bürohund also zu den sogenannten „Nasenfaktoren“ des Cultural Fit. Solche Aspekte werden die über die rein fachliche Ebene hinaus immer wichtiger. Für einzelne Branchen und Firmen bietet sich der Hund im Büro natürlich nicht oder weniger gut an.

Beim Großteil der Unternehmen jedoch kann eine eindeutige, klare Reglementierung gewährleisten, dass der Hund des Mitarbeiters für andere Kollegen nicht zum haarigen Thema mutiert.

Fazit

Unternehmen lassen sich immer mehr Dinge einfallen, um sich von anderen Arbeitgebern abzuheben und damit Wettbewerbsvorteile um qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu bieten. Sicherlich lassen sich Bürohunde nicht in jeder Firma verwirklichen, aber bei HeadQuest dürfen auch diese als Gäste selbstverständlich mit dabei sein.